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Apple-Smartphone

iPhone Duo: Nachfrage soll Apples Erwartungen übertreffen

Apples erstes faltbares iPhone scheint bei Kunden auf größeres Interesse zu stoßen als ursprünglich erwartet. Laut einem Bericht liegen die Vorbestellungen in mehreren wichtigen Märkten über den internen Prognosen. Auch für die Zulieferindustrie könnte das Folgen haben.

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Das iPhone Duo könnte für Apple erfolgreicher starten als zunächst angenommen. Wie DigiTimes unter Berufung auf Quellen aus der Displayindustrie berichtet, liegen die Vorbestellungen für das faltbare Smartphone in mehreren wichtigen Märkten über den Erwartungen des Unternehmens. Konkrete Verkaufszahlen nennt der Bericht allerdings nicht.

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Quickread: Auf einen Blick
  • iPhone Duo laut DigiTimes stärker vorbestellt als erwartet
  • Nachfrage soll in mehreren wichtigen Märkten über den Prognosen liegen
  • Displayzulieferer hoffen auf zusätzliche Investitionen in Foldables
  • OLED-TDDI-Technologie könnte stärker verbreitet werden
  • Nachfrage könnte schwächere iPhone-18-Pro-Verkäufe teilweise ausgleichen

Besonders aufmerksam verfolgt die Displayindustrie den Marktstart. Zulieferer hoffen, dass Apples Einstieg in den Markt für faltbare Smartphones weitere Hersteller zu Investitionen in entsprechende Geräte bewegen könnte.

Faltbares iPhone könnte neue Displaytechnik voranbringen

Im Mittelpunkt steht dabei die sogenannte OLED-TDDI-Technologie. Sie verbindet die Steuerung des Displays mit der Erkennung von Berührungseingaben. Gerade bei faltbaren Smartphones gilt diese Integration laut den Branchenquellen als wichtige technische Voraussetzung.

OLED-TDDI erklärt!

TDDI steht für „Touch and Display Driver Integration“. Die Technologie vereint die Steuerung des Displays und die Erkennung von Berührungseingaben in einer integrierten Lösung.

Bei OLED-Bildschirmen kann das helfen, den Platzbedarf elektronischer Komponenten zu reduzieren und die Integration der Touchfunktion zu vereinfachen. Besonders bei faltbaren Smartphones ist das relevant, weil ihre Displays hohe Anforderungen an Bauweise und Steuerung stellen.

Bei herkömmlichen Premium-Smartphones stehen einer breiteren Einführung derzeit vor allem die Kosten im Weg. Für faltbare Geräte könnte sich die Technik dagegen schneller etablieren. Hersteller entsprechender Chips rechnen deshalb mit zusätzlichen Aufträgen, sollte der Markt für Foldables durch das iPhone Duo wachsen.

Dabei geht es nicht ausschließlich um Apple selbst. Die befragten Branchenvertreter erwarten, dass auch konkurrierende Smartphone-Hersteller vergleichbare Technologien übernehmen könnten. Davon würden möglicherweise sogar Zulieferer profitieren, die bislang nicht zu Apples Lieferkette gehören.

Auch ein MacBook mit Touchscreen spielt eine Rolle

Der Bericht nennt außerdem Apples angeblich geplantes MacBook mit Touchscreen als möglichen Impuls für die Displayindustrie.

Ein solches Notebook würde zusätzliche Anforderungen an die Bildschirmtechnik stellen. Neben integrierten Touch- und Displaytreibern könnten auch komplexere Timing-Controller benötigt werden, die verschiedene Abläufe innerhalb des Displays koordinieren.

Für entsprechende Chiphersteller würde sich damit ein weiterer Absatzmarkt eröffnen. Allerdings handelt es sich bei dem MacBook mit Touchscreen weiterhin um ein bislang nicht offiziell bestätigtes Produkt.

iPhone Duo könnte schwächere Pro-Verkäufe ausgleichen

Die positive Entwicklung beim iPhone Duo wäre für Apple auch aus einem anderen Grund relevant. DigiTimes zufolge könnte die Nachfrage nach dem faltbaren Modell schwächere Verkaufszahlen beim iPhone 18 Pro zumindest teilweise ausgleichen.

Gerade angesichts einer insgesamt verhaltenen Nachfrage nach Unterhaltungselektronik in der zweiten Jahreshälfte 2026 wäre das für Apple und seine Zulieferer von Bedeutung.

Wie groß die tatsächliche Nachfrage nach dem iPhone Duo ausfällt, lässt sich aus den bisherigen Angaben jedoch nicht ableiten. Der Bericht nennt weder konkrete Vorbestellmengen noch die Märkte, in denen Apples Erwartungen übertroffen worden sein sollen.

Zudem sind hohe Vorbestellungen nicht automatisch mit entsprechend hohen Verkaufszahlen gleichzusetzen. Gerade bei einem neuen Produkt können begrenzte Produktionskapazitäten und die anfängliche Verfügbarkeit das Bild beeinflussen.

Unsere Einschätzung

Stefan Keller
Die angeblich über den Erwartungen liegenden Vorbestellungen sind ein positives Signal für Apples Einstieg in den Foldable-Markt. Besonders interessant ist dabei die mögliche Wirkung auf die gesamte Branche: Sollte das iPhone Duo langfristig erfolgreich sein, könnten auch andere Hersteller ihre Entwicklung faltbarer Geräte beschleunigen.

Allerdings fehlen bislang belastbare Zahlen, um den kommerziellen Erfolg einzuordnen. Gerade zum Marktstart können eine begrenzte Verfügbarkeit und hohe Aufmerksamkeit die Nachfrage stärker erscheinen lassen, als sie sich später im regulären Verkauf entwickelt. Entscheidend wird deshalb sein, ob das Interesse am iPhone Duo über die erste Verkaufsphase hinaus anhält.

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